Geschichtliches

Der Freibad-Bornekamp-Verein

Seit 130 Jahren gibts es das Bornekamp-Bad in Unna. Vor 33 Jahren entschied sich die Stadtverwaltung, im Ortsteil Unna-Massen ein großes Freizeitbad zu errichten und damit das Freibad Bornekamp zu schliessen. Es war nicht nur veraltet und chronisch in roten Zahlen, sondern – so meinten jedenfalls die Stadtväter -durch das neue große Freizeitbad in Massen überflüssig geworden.

Engagierte Bürger waren aber anderer Meinung. Sie hielten das kleine Freibad wegen des zentralen Standorts und des hohen Freizeitwertes am Eingang zum Naherholungsgebiet für erhaltenwert – insbesondere für Kinder und ältere Mitbürger. Ihr Antrag, das Bad bestehen zu lassen, wurde innerhalb weniger Tage von über 2000 Unnaer Bürgern per Unterschrift bekräftigt. Darüber hinaus sagten zahlreiche Vereine und Verbände ihre Unterstützung zu. So ermuntert beschlossen die Initiatoren, einen Verein zu gründen, der das Bad in eigener Regie betreiben sollte. Rat und Verwaltung waren zunächst skeptisch, ob das Hand und Fuß hatte, stimmten aber, nachdem der Verein einen Betriebs- und Finanzierungsplan vorgelegt hatte, dem Experiment zu.

Für eine symbolische Pacht von einer Mark wurde das Bad dem Freibad Bornekamp e.V. zunächst für ein Jahr überlassen. Innerhalb von drei Wochen brachten mehr als 30 freiwillige Helfer das alte Freibad in über 1500 Arbeitsstunden wieder auf Hochglanz. Am 15. Mai 1982 konnte es mit einem Volksfest, zu dem über 3000 Besucher kamen, wiedereröffnet werden.

In den nächsten Jahren lieferten die Vereinsmitglieder den Beweis, dass die Idee gut und mit Hilfe der Unnaer Bürger durchaus zu realisieren war.

Als der Verein Ende der 80er Jahre in Not geriet, weil die Technik des altersschwachen Bades auszufallen drohte, waren Politiker und Verwaltungsleute bereit, dem Verein ein neues Becken zu spendieren. Es fiel zwar kleiner aus als das ursprüngliche, war dafür aber mit modernster Technik ausgestattet. 1990 konnte es in Betrieb genommen werden. Das Bornekampbad war – nachdem auch die Außenanlagen komplett neu gestaltet waren – endgültig zu einer attraktiven Freizeiteinrichtung für Jung und Alt geworden. Der Zuspruch der Bevölkerung und das nicht nachlassende Engagement der Vereinsmitglieder erleichterten vor sechs Jahren auch den Entschluss, gemeinsam mit der Stadt Unna das Gebäude aufzustocken, wodurch zusätzliche Räume für die benachbarte Katharinenschule entstehen und die eigenen Räume erneuert werden konnten. Auch bei dieser Baumaßnahme packten zahlreiche freiwillige Helfer mit an, wodurch die Kosten niedrig gehalten werden konnten. Zur Saison 2006 waren Umkleiden, Duschen und Nebenräume technisch und optisch auf modernstem Stand.

Leider stellte sich in 2010 heraus, dass auch das eingebaute Becken schon undicht und die Technik recht veraltet war. Eine Sanierung allein des Beckenkopfes hätte schon mehrere hunderttausend Euro gekostet und so entschloss sich die Stadt, ein weiteres Mal zu inverstieren um mindestens die nächsten 30 Jahre auf der „sicheren“ Seite zu sein. So wurde im Herbst 2011 das alte geflieste Becken z.T. herausgerissen und ein neues Edelstahlbecken nebst kompletter Technik installiert. Ebenso erhielt das Freibad eine Solaranlage, so dass in Zukunft immer Wassertemperaturen jenseits der 20 Grad erreicht werden.

Das Freizeitbad Massen ist übrigens seit 3 Jahren geschlossen – das Freibad Bornekamp besteht fort!

3 Gedanken zu „Geschichtliches

  1. Wir freuen uns Mitglieder zu sein und sind extra wegen des Freibades hier hin gezogen. Die netten Clubmitglieder haben uns ab den ersten Tag mit offenen Armen aufgenommen
    Die Badesaison war für uns was besonderes und hoffen das viele solche folgen
    wir wünschen dem Freibad Bornekamp für die Zukunft viel Erfolg
    bis bald
    Dieter und Jens

  2. Ich war als Kind auch Mitglied im BB-chen und habe die heissen Sommertage dort sehr genossen.
    Jetzt lebe ich in Bottrop und freue mich zu hören das es das BornekampBad immer noch gibt.
    In Bottrop wird gerade über die Schliessung des Stenkhoffbads gestritten und ich hoffe dass die Bürger hier sich auch FÜR das letzte Freibad entscheiden.
    Wäre schade wenn meine Kinder nur die modernen, teuren Badetempel kennen würden.
    Macht weiter in Unna, vielleicht komme ich mit meinen Kleinen wieder vorbei wenn sie schwimmen können.

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